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Dos and don’ts

Dos

Respektiere die lokalen fadys. Sie sind für Madagassen äußerst wichtig und es wäre sehr unhöflich, sie zu verletzen.

Versuche ein paar Worte Madagassisch zu sprechen bzw. zu lernen. Salama als allgegenwärtige Begrüßung (im Norden: Mbola tsara, auf den Inseln der Ostküste Akoriaby) wird immer gern gesehen, und auch Azafady (bitte, Entschuldigung) und Misaotra (danke) sollten zum Wortschatz jedes Reisenden gehören.

Einfach mal am Straßenrand essen – wie hier in Ankify bei Mama Be

Iss Reis! Reis ist das Grundnahrungsmittel auf Madagaskar. Es gibt ihn in vielen Variationen und Gerichten, und er gehört zu jedem madagassischen Essen einfach dazu.

Probiere die vielen kleinen madagassischen Snacks aus, die am Straßenrand angeboten werden. Es gibt fast überall in Fett gebackene Teigwaren zu kaufen, süß oder herzhaft. Abends werden vieleorts auf kleinen Grills Brochettes – kleine Spieße mit Zebufleisch – angeboten. Und überall auf Madagaskar gibt es kleine Stände am Straßenrand, die frisch gepflücktes Obst zu kleinen Preisen verkaufen. Greif zu! Alles, was abgewaschen und geschält werden kann oder frisch gebacken/gekocht wurde, kann recht bedenkenlos gegessen werden.

Unterstütze lokale Hilfs- und Umweltschutzorganisationen, die du besuchst und denen du vertraust. Wenn du etwas spenden möchtest, frag die Leute vor Ort, was sie brauchen. Damit hilfst du den Organisationen am meisten.

Frage, bevor du Menschen egal welchen Alters fotografierst. Selbst mit Händen und Füßen kann man begreiflich machen, dass man gerne ein Foto machen möchte – und kurz fragen, ob das für die betreffende Person – oder bei Kindern für die Eltern – ok ist. Dazu muss man kein Wort Madagassisch können. Zeig deine Fotos danach gerne herum – vor allem Kinder freuen sich meist sehr, das fertige Bild auf dem Display anschauen zu können.

Plane immer viel Zeit ein und hab Geduld. Die Straßen auf Madagaskar sind überwiegend sehr schlecht und Zeit spielt für viele Madagassen kaum eine Rolle. Mora mora – übersetzt „Immer mit der Ruhe“ beschreibt das Lebensgefühl der Madagassen. Verspätungen von Bussen, Flugzeugen oder dem Essen im Restaurant sind völlig normal.

Don’ts

Kinder am Strand
Viele Kinder werden gerne fotografiert – vorher fragen kostet nichts und ist höflich.

Das Fotografieren staatlicher Einrichtungen auf Madagaskar ist verboten. Dazu zählen öffentliche Gebäude wie Rathäuser und Flughäfen, aber auch Soldaten, Polizisten und Straßensperren.

Nichts kaufen, was von Kindern ohne anwesenden Elternteil angeboten wird: Wer von kleinen Kindern Souvenirs erwirbt, unterstützt damit Analphabetismus und Armut. Denn Kinder, die bei Reisenden mit ihren großen Kulleraugen besser Waren verkaufen können, werden von ihren Familien bevorzugt zum Verkauf statt in die Schule geschickt. Sowohl Andenken als auch Obst, Snacks und Getränke werden überall auch von Erwachsenen verkauft.

Betteln nicht unterstützen: Vieleorts haben Kinder schnell heraus, dass Reisende gerne Kleingeld verschenken. Es verhält sich hier ähnlich wie beim Kauf von Andenken: Können die Kinder mittels aggressivem Betteln ein besseres Einkommen erwirtschaften als die Eltern in einem gering bezahlten Job, wird den Kindern meist ein Schulbesuch verwehrt. Damit fehlt die Möglichkeit auf Bildung, und somit auch der Ausweg aus der Armut. Man tut hier also aus Mitleid heraus nichts Gutes, sondern genau das Gegenteil.

Eigentlich selbstverständlich: Keinen Müll hinterlassen und respektvoll mit der Natur und den Tieren umgehen. Auch wenn vielerorts keine Müllabfuhr existiert, sollte niemand seinen Müll in den Wald werfen. Außerdem sollte man beim Kontakt mit Tieren umsichtig vorgehen und die Tiere möglichst wenig stören.

Ein Rotstirnmaki, der sein klägliches Dasein in einem Hinterhof in Morondava fristet

Es gibt inzwischen überall auf Madagaskar Leute, die Lemuren an Halsbändern oder Ketten halten, in kleinen Käfigen im Hinterhof haben oder von klein auf im Haus halten. Lass dich nicht mit solchen Lemuren fotografieren und zeige kein Interesse daran, den Lemur zu streicheln!  Es ist strengstens verboten, Lemuren aus ihrem natürlichen Lebensraum zu entnehmen und privat aufzuziehen oder zu halten. Touristen, die den Besitzern Aufmerksamkeit schenken oder sie gar für ein Foto mit dem possierlichen Katta oder Mausmaki bezahlen, unterstützen diese illegalen Aktivitäten und damit großes Tierleid. Mehr Infos zum Thema pet lemurs findest du hier.

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