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Tsimanampetsotsa Nationalpark

Tsimanampetsotsa:
Der Park ist benannt nach seinem gleichnamigen Salzsee, der mittig im Parkgebiet liegt. Der Name bedeutet soviel wie „See, in dem keine Delfine leben“.

g zum Tsimanampetsotsa Nationalpark
Weg zum Tsimanampetsotsa Nationalpark

Lage:
Der Nationalpark von Tsimanampetsotsa liegt im Südwesten Madagaskars in der Region Atsimo-Andrefana. Er ist rund 950 km südlich von Antananarivo gelegen, die nächstgelegenen Städte sind Anakao und Toliara (Tuléar, 90 km nördlich des Parks). Die RN10 in Richtung des Faux Cap führt direkt am Nationalpark vorbei. Flugverbindungen in den Süden gibt es lediglich nach Toliara, die übrige Strecke muss man mit Pkw und Fahrer oder Taxibrousse zurücklegen. Die Taxibrousse sind als Reisegelegenheit weniger empfehlenswert, da die Straßen im Süden eher staubigen Pisten gleichen und Sicherheit in den vollgestopften kleinen Bussen nicht gewährleistet ist.

Infos zum Nationalpark:
Auf gut 432 km² leben trotz der unwirtlich scheinenden Landschaft viele Tier- und Pflanzenarten. Der Park wurde schon 1927 zum Naturschutzgebiet erklärt, Nationalpark ist er seit 1966. Ein riesiger , beeindruckender Salzsee liegt inmitten des Nationalparks und dient als Wasserspeicher und feuchtes Rückzugsgebiet für viele Vogelarten. Vier verschiedene Wanderrouten bieten gut begehbare Touren mit unterschiedlichem Fokus.

Boden im Nationalpark
Boden im Nationalpark

Klima:
Tsimanampetsotsa besteht vor allem aus trockenen Dornwäldern, einigen Feuchtgebieten und dem großen Salzsee. Das Klima ist das ganze Jahr über heiß und trocken, selbst die Regenzeit dauert hier nur einige Tage. Als trockenste Gegend Madagaskars fallen hier gerade Mal durchschnittlich 300 mm Regen jährlich. Temperaturen über 40°C sind die Regel, nachts kühlt es bis maximal 20°C ab. Wanderungen werden in diesem Nationalpark schnell sehr anstrengend; genügend Pausen, ausreichend Wasservorrat und Sonnenschutz sollte unbedingt eingeplant werden.

Baobab, der als Wasserspeicher genutzt wird
Baobab, der als Wasserspeicher genutzt wird

Infrastruktur:
Die touristische Infrakstruktur ist leider auf Grund der mäßigen Erreichbarkeit des Parks und diverser Diebesbanden in der Gegend so gut wie nicht vorhanden. Im 90 km entfernten Toliara gibt es einige gute Unterkünfte, direkt im Park gibt es lediglich zwei rustikale Camp grounds. In der Gegend leben die Mahafaly, die vor allem als gute Krieger bekannt sind, sowie die Antandroy. Das dritte in der Region beheimatete Volk sind die halbnomadischen Vezo, die sich vorwiegend vom Fischfang an der Küste ernähren.

Fauna & Flora:
Über 90 % der Fauna und Flora dieses Nationalparks ist endemisch, kommt also nirgends anders auf der Welt vor. Wer eine absolut einzigartige Tier- und Pflanzenwelt erleben möchte, findet hier alle Voraussetzungen. Im Tsimanampetsotsa Nationalpark leben vier Lemuren-Spezies, über 110 verschiedene Vogelarten, knapp 40 unterschiedliche Reptilien und trotz der Trockenheit sogar ein paar Amphibien. Die berühmten Kattas mit ihren Ringelschwänzen sind tagaktive Lemuren wie der ebenfalls in Tsimanampetosotsa vorkommende Larvensifaka, beides beliebte Fotomotive. Wer etwas genauer hinschaut und ein wenig Glück hat, wird vielleicht auch den graubraunen Mausmaki entdecken oder sogar die extrem seltenen großen Breitstreifenmungos. Reptilienbegeisterte Naturfreunde können in Tsimanampetsotsa die letzten Habitate der Strahlenschildkröten (Astrochelys radiata) besuchen. Diese Tiere gelten für die Einheimischen als fady, also heilig, zugezogene nicht madagassische Bevölkerungsgruppen haben die seltenen Schildkröten inzwischen jedoch auf ihrem Speiseplan stehen.

Kattas
Kattas

Besonders werden hier im Süden Vogelfreunde auf ihre Kosten kommen. Die einzigen auf Madagaskar lebenden Flamingos leben am Salzsee des Parks, fünf von acht einheimischen Seidenkuckucken und viele andere bunte Arten können hier beobachtet werden. Für Fische bietet der Salzsee keine Überlebensmöglichkeit, stattdessen haben sich in einigen unterirdischen Höhlen des Parks blinde, weiße Fische in kleinen Seen etabliert. Pflanzenfreunde insbesondere der wasserspeichernden Spezies werden sicher ebenfalls nicht enttäuscht: Fast 200 verschiedene Arten wachsen innerhalb des Parks, darunter auch die legendäre „Mutter des Waldes“, ein riesiger Baobab.

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