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Trinkgeld

Überall auf Madagaskar ist es für Reisende üblich, Trinkgelder zu geben. Vor allem betrifft dies die Bezahlung von Guides in Nationalparks und Reservaten, aber auch Fahrer. Ebenso freuen sich Kofferträger in Hotels oder Parkplatz-Einweiser über ein kleines Trinkgeld – viele davon verdienen ihr tägliches Gehalt ausschließlich darüber.

Bei Tageausflügen, in Schutzgebieten und bei der Beobachtung von Tieren gilt: War man zufrieden und hat der madagassische Guide sich bemüht, ist ein Trinkgeld zwischen 2000 und 10.000 Ariary pro Gast und Tag angemessen. Kannte der Guide sich sehr gut mit Fauna und Flora aus und konnte viel zeigen, darf sich das Trinkgeld im oberen Bereich bewegen – nach oben ist selbstverständlich aber keine Grenze gesetzt. Grundsätzlich gilt: Jeder gibt, was er kann und möchte! Bitte bedenken Sie aber auch immer, dass insbesondere Tiersichtungen  vom Wetter und etwas Glück abhängen können.

Nach mehrtägigen oder gar Wochen langen Expeditionen ist es auf Madagaskar üblich, dass es zum Abschied eine Kabary (Ansprache) gibt, bei der die ältesten Madagassen und einzelne Gäste ein paar Worte sagen. Man bedankt sich für die Gastfreundschaft und das gute Miteinander, und erwähnt besonders gelungene Momente der gemeinsamen Reise. Bei dieser Gelegenheit können vom jeweiligen Sprecher auch  Trinkgelder übergeben werden, wenn sie für ganze Gruppen oder bestimmte Teams (Köche, Fahrer, Träger) gedacht sind. Trinkgeld für einzelne Personen übergibt man stets lieber persönlich.

Auch wenn Madagaskar zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, sollten Sie sich niemals dazu verleiten lassen, weniger als 500 bis 1000 Ariary als Trinkgeld für einen ganzen Tagesausflug zu geben. Mit derartigen Trinkgeldern beleidigt man die meisten Madagassen. Es entspricht etwa der Situation, als würden Sie einer Bedienung in Deutschland nach einem Restaurantbesuch ein 10 Cent-Stück auf der Untertasse hinterlassen. Hat Ihnen etwas gar nicht gefallen, geben Sie lieber gar kein Trinkgeld als winzige Beträge. Aber Vorsicht: Wer gar kein Trinkgeld gibt, kann sich auf Madagaskar schnell einen Ruf als Geizhals verdienen.

Bei Restaurantbesuchen gelten etwa 5% des Preises als Trinkgeld angemessen.

Ein wenig Vorsicht bei Trinkgeldern ist insbesondere am Flughafen Ivato in Antananarivo geboten. Hier werden gerne Koffer ungefragt durch die Gegend getragen oder auf Busdächer gehievt, um sich dann diese Tätigkeit bezahlen zu lassen. Koffertragen und ähnliche kleine Dienste kann man mit 1000 Ariary entlohnen, allerdings nur, wenn man dieses auch erbeten und nicht unerwünscht angedreht bekommen hat.

Ganz wichtig: Geben Sie Trinkgelder in Ariary. Mit Euro, Dollar oder gar britischen Pfund kann man auf der Insel wenig anfangen.

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