{"id":4428,"date":"2016-07-23T15:48:46","date_gmt":"2016-07-23T13:48:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.madamagazine.com\/?p=4428"},"modified":"2020-06-06T15:44:35","modified_gmt":"2020-06-06T13:44:35","slug":"die-singenden-lemuren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.madamagazine.com\/en\/die-singenden-lemuren\/","title":{"rendered":"Die singenden Lemuren: Indris"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ihre Ges\u00e4nge geh\u00f6ren zu den eindruckvollsten, die die Tierwelt zu bieten hat: Man kann die Stimmen der Indris (<em>Indri indri<\/em>) kilometerweit durch den Wald schallen h\u00f6ren, und sie tragen eine eigent\u00fcmliche Traurigkeit mit sich. Angef\u00fchrt und begonnen wird der Gesang stets vom Elternpaar einer Familie, das damit sein Revier absteckt, aber auch mit anderen Familien kommuniziert und vor Bedrohungen wie <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/en\/vogel\/\">Raubv\u00f6geln<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/fossa\/\">Fossas<\/a> warnt. Die anderen Tiere der Familie steigen in den Gesang ein, um ihn lauter und eindrucksvoller klingen zu lassen. Am meisten h\u00f6rt man Indris am Morgen singen \u2013 ein unfassbares, grandioses Erlebnis, mit einem solchen Chor im Regenwald den Tag zu beginnen. Und es gibt sie nur in Madagaskar!<\/p>\n<figure id=\"attachment_4429\" aria-describedby=\"caption-attachment-4429\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indri-4.jpg\" rel=\"attachment wp-att-4429\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4429\" src=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indri-4-200x300.jpg\" alt=\"Indri indri\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indri-4-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indri-4.jpg 667w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4429\" class=\"wp-caption-text\">Dieser Indri ist neugierig genug, aus dem Bl\u00e4tterdach nach unten zu klettern<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Indris sind die gr\u00f6\u00dften <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/lemuren\/\">Lemuren<\/a> Madagaskars, und sehen aus wie Teddyb\u00e4ren: Das schwarze Gericht ist eingerahmt von wei\u00dfem Fell, und schwarze, kreisrunde Ohren lugen aus dem dichten Pl\u00fcsch. Sie k\u00f6nnen Gewichte von bis zu 10 kg bei einer K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe von rund 70 cm erreichen. Mit ausgestreckten Armen und Beinen sind sie dann stolze 120 cm lang. Die meisten Indris bleiben jedoch weit unter dem Maximalgewicht, und sind wie die meisten Lemuren eher klein und schlank.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Scheinbar federleicht springen sie von Baum zu Baum. Auf den Boden kommen Indris \u00e4u\u00dferst selten, ihr Lebensraum liegt einfach in den Baumkronen &#8211; auf luftigen H\u00f6hen bis 1800m \u00fcber Meeresniveau. Sie kommen dabei auch nur in den Regenw\u00e4ldern entlang der Ostk\u00fcste zwischen Andapa im Norden und Anosibe An&#8217;Ala am Rande des zentralen Hochlandes vor. Zu den von ihnen bewohnten Gegenden z\u00e4hlen die Nationalparks Mananara-Nord, <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/andasibe-mantadia\/\">Andasibe-Mantadia,<\/a> Anjanaharibe-S\u00fcd, <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/zahamena-nationalpark\/\">Zahamena<\/a> und die Reservate Makira, Betampona, Mangerivola, Ambatovaky und Marotandrano.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf Madagaskar nennt man den Indri auch <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/english-why-the-biggest-lemurs-of-the-worlds-is-called-babakoto\/\">Babakoto<\/a>, er hat seinen eigenen, wichtigen Platz im Reich der <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/english-why-the-biggest-lemurs-of-the-worlds-is-called-babakoto\/\">Mythen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/english-why-the-biggest-lemurs-of-the-worlds-is-called-babakoto\/\">Legenden<\/a>. Man sagt, dass Indris den Menschen sehr \u00e4hnlich sind, fr\u00fcher sogar einmal welche waren. Dieser Glaube mag damit zu tun haben, dass Indris im Gegensatz zu allen anderen Lemuren Madagaskars statt einem langen, eleganten Schwanz nur einen kleinen Stummel haben, den man im dichten Fell kaum erkennt. Wie Menschen leben Indris monogam und haben lebenslang nur einen einzigen Partner. Erst wenn dieser stirbt, suchen sie nach einem neuen Gef\u00e4hrten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Indris sind die sanften Riesen unter den Lemuren: Es gibt selten handfesten Streit unter Indris, und Begegnungen mit anderen Familien verlaufen meist friedlich. Unterschiedliche Familien begegnen sich sowieso nicht t\u00e4glich, da sie weit verstreut leben und f\u00fcr Lemuren mit durchschnittlich 7 bis maximal 23 Tieren verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenige Indris auf einem Quadratkilometer vorkommen. Zusammen mit ihrem Nachwuchs bewohnen sie Reviere von weniger als einem halben Quadratkilometer, die sie tags\u00fcber auf der Suche nach Futter durchstreifen und \u2013 seltener \u2013 gegen Eindringlinge verteidigen. Nur ein P\u00e4rchen und dessen Nachwuchs bilden eine Gruppe, gr\u00f6\u00dfere Gruppen gemischter Familien gibt es nicht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4431\" aria-describedby=\"caption-attachment-4431\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indrimama-mit-Baby.jpg\" rel=\"attachment wp-att-4431\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4431\" src=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indrimama-mit-Baby-300x199.jpg\" alt=\"Eine Indrimutter mit ihrem Nachwuchs\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indrimama-mit-Baby-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indrimama-mit-Baby-768x510.jpg 768w, https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indrimama-mit-Baby-310x205.jpg 310w, https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indrimama-mit-Baby.jpg 936w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4431\" class=\"wp-caption-text\">Eine Indrimutter mit ihrem Nachwuchs<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihr Speiseplan ist sehr ausgefallen, und besteht aus vorwiegend jungen Bl\u00e4ttern von \u00fcber 40 verschiedenen <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/flora\/\">Baum-Arten<\/a>. Lorbeergew\u00e4chse sind besonders beliebt. Ab und zu wird die gr\u00fcne Di\u00e4t mit Bl\u00fcten, Fr\u00fcchten, Samen und Rinde erg\u00e4nzt \u2013 je nachdem, was im Wald gerade verf\u00fcgbar ist. Auf der Futtersuche bewegen sie sich durchschnittlich gerade einmal 350 bis 700 m am Tag fort. Mittags rasten die Familien in hohen B\u00e4umen, um ihre Futtersuche am Nachmittag fortzusetzen. Geschlafen wird 10 bis 30 Meter \u00fcber dem Boden in den \u00c4sten. Nester bauen sie nicht, Indris kuscheln sich einfach in P\u00e4rchen aneinander oder lehnen sich alleine in eine Astgabel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Weibchen sind nur an wenigen Tagen im Jahr, wahrscheinlich sogar nur an einem einzigen Tag zu einer bestimmten Zeit, befruchtungsf\u00e4hig. Genau diesen Zeitpunkt muss das M\u00e4nnchen zur Paarung abpassen, um erfolgreich Nachwuchs zeugen zu k\u00f6nnen. Meist f\u00e4llt die Paarung in die Regenzeit, zu der es das reichhaltigste Nahrungsangebot gibt. Jedes Weibchen bekommt nur alle zwei oder drei Jahre ein einziges Junges, immer im Mai oder Juni nach vier bis f\u00fcnf Monaten Tragezeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Indris auf die Welt kommen, sind sie gerade einmal eine Hand voll Lemur, kohlrabenschwarz und h\u00e4ngen am Bauch ihrer M\u00fctter. Erst mit drei, vier Monaten trauen sich die Kleinen das erste Mal auf den R\u00fccken ihrer Mamas, und erkunden mit gro\u00dfen, hellblau leuchtenden Augen die Welt. Es ist nun September oder Oktober, die <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/die-beste-reisezeit\/\">beste Zeit<\/a>, um die Indri-Familien zu beobachten. Jetzt trauen sich einzelne Jungtiere schon, auf eigene Faust ein paar \u00c4ste zu erkunden und bleiben dem Beobachter nicht mehr so verborgen wie zuvor. Bei den meisten Populationen beginnt nun die wei\u00dfe Fellfarbe sich auszubilden. Sie variiert je nach Region. In <a href=\"http:\/\/www.madamagazine.com\/schutzgebiet-anjozorobe-angavo\/\">Anjozorobe<\/a> und Manakara gibt es sogar komplett schwarze Indris. Nur ganz wei\u00dfe gibt es nicht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4433\" aria-describedby=\"caption-attachment-4433\" style=\"width: 199px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indribaby.jpg\" rel=\"attachment wp-att-4433\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4433 size-medium\" src=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indribaby-199x300.jpg\" alt=\"Indri baby\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indribaby-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indribaby.jpg 664w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4433\" class=\"wp-caption-text\">Ein Indribaby<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders die Weibchen \u00fcben sich bald in verspielten Ringk\u00e4mpfen untereinander. Sie sind es, die sp\u00e4ter eine Familie f\u00fchren werden und daher Mimik, Gestik, Gesang und auch Rangordnungsverhalten besonders gut lernen m\u00fcssen. Mit etwa acht Monaten sind die Jungtiere weitestgehend unabh\u00e4ngig von ihren M\u00fcttern, teilen aber noch Futter- und Schlafpl\u00e4tze bis zum Alter von gut zwei Jahren mit ihnen. Jetzt \u00e4ndert sich ihre Augenfarbe langsam vom Babyblau zu gr\u00fcnlich-gelb.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Indris bleiben ganz ihrem teddyb\u00e4rhaften \u00c4u\u00dferem gleich lange Kind. Erst mit sieben bis neun Jahren werden sie geschlechtsreif, und dann ist es auch an der Zeit, ihre eigene Familie zu verlassen und eine eigene zu gr\u00fcnden. Bei den Junggesellen unter den Indris findet man erstaunlicherweise ein anderes Gesangsmuster als bei Familien: Sie singen absichtlich in anderen Tonh\u00f6hen und unsychron zu den Tiere um sie herum, um ihre eigene Attraktivit\u00e4t herauszustellen. Vereinfacht gesagt: Wer besonders sch\u00f6n singt und damit auff\u00e4llt, findet leichter einen Partner. Au\u00dfer dem charakteristischen Gesang verf\u00fcgen Indris \u00fcber eine ganze Bandbreite verschiedener Laut\u00e4u\u00dferungen wie alle Lemuren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Indris geh\u00f6ren zu den vom Aussterben bedrohten Arten auf der roten Liste der IUCN. Ihr Lebensraum sind intakte Regenw\u00e4lder, doch diese schwinden mehr und mehr von der roten Insel. <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/english-tavy-kahlschlag-einer-insel\/\">Brandrodungen<\/a> vertreiben die Tiere in isolierte Waldgebiete, wo sie dem Feuer schlie\u00dflich selbst zum Opfer fallen. Ganze W\u00e4lder werden <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/english-tavy-kahlschlag-einer-insel\/\">abgeholzt<\/a>, weil die Menschen Feuerholz brauchen. Von wenigen Madagassen werden Indris trotz der Jahrhunderte alten Mythen sogar gejagt und verspeist, entgegen der oft erw\u00e4hnten und althergebrachten <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/fady\/\"><em>fadys<\/em><\/a> (Tabus). In der Gegend um das Makira-Plateau ergaben Forschungen, dass Indrifleisch H\u00f6chstpreise auf dem Markt erzielt und als besonders wertvolles Fleisch gesch\u00e4tzt wird \u2013 obwohl illegal. Au\u00dferdem werden fadys umgangen oder durch Zuwanderung von <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/volksgruppen-madagaskars\/\">Volksgruppen<\/a>, die keine eigenen fadys zu Indris haben, minimiert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4435\" aria-describedby=\"caption-attachment-4435\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indri-blaue-Augen.jpg\" rel=\"attachment wp-att-4435\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4435\" src=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indri-blaue-Augen-200x300.jpg\" alt=\"Indri blaue Augen\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indri-blaue-Augen-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.madamagazine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Indri-blaue-Augen.jpg 667w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4435\" class=\"wp-caption-text\">Junger Indri mit noch blauen Augen<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute sch\u00e4tzt man, dass es noch zwischen 1000 und 10.000 Indris auf Madagaskar gibt, und die Population nimmt stetig ab. An genauen Untersuchungen zur Individuenzahl mangelt es, genau wie an Geldern zum Schutz der verbliebenen Regenw\u00e4lder. Geht der R\u00fcckgang der Indri-Populationen so weiter wie bisher, sch\u00e4tzt man, dass in weniger als 40 Jahren \u00fcber 80% der Indris verschwinden. Eine sehr bedrohliche Prognose \u2013 nun gilt es, sie aufzuhalten. Dazu geh\u00f6ren staatliche Regelungen zu <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/en\/category\/national-parks\/\">Schutzgebieten<\/a>, Kontrollen derselben und vor allem M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Menschen, vom \u00d6kotourismus und nachhaltiger <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/en\/category\/landwirtschaft\/\">Wirtschaft<\/a> zu leben anstatt W\u00e4lder abzuholzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die besten Orte, Indris heute in ihrem nat\u00fcrlichen Lebensraum zu begegnen, sind die Nationalparks <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/andasibe-mantadia\/\">Andasibe-Mantadia<\/a> sowie die Reservate <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/reservat-mitsinjo\/\">Mitsinjo<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.madamagazine.com\/schutzgebiet-anjozorobe-angavo\/\">Anjozorobe<\/a>, Betampona und <a href=\"https:\/\/www.madamagazine.com\/ankanyny-nofy\/\">Akanin&#8217;ny Nofy<\/a>. Wer ihnen einmal begegnet, wird der Magie Madagaskars schnell erliegen. In Zoos gibt es Indris \u00fcbrigens nicht. Ihre Nahrung ist zu ausgefallen und einzigartig, so dass es bisher keinem Tierpark weltweit gelungen ist, Indris artgerecht zu ern\u00e4hren und l\u00e4nger als ein Jahr am Leben zu halten. Ein Grund mehr, weshalb ihr nat\u00fcrlicher Lebensraum dringend erhalten bleiben muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"box note  aligncenter\"><div class=\"box-inner-block\"><i class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/i>\n\t\t\t<strong>Mehr Lesenswertes zum Thema:<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">The Indris have got rhythm! Timing and pitch variation of a primate song examined between sexes and age classes<br \/>\nFrontiers in NeuroScience 2016 | Autoren: Marco Gamba, Valeria Torti et al<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Effects of anthropogenic disturbance on Indri health in Madagascar<br \/>\nAmerican Journal of Primatology 2011 | Autoren: Randall Junge, Meredith Barrett, Anne Yoder<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Not just a pretty song: an overview of the vocal repertoire of Indri indri<br \/>\nJournal of Anthropological Sciences 2011 | Autoren: Maretti, Sorrentino et al<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Population density and home range size if Indri indri in a protected low altitude rain forest<br \/>\nInternational Journal of Primatology 2005 | Autoren: Kellie Glessner, Adam Britt\n\t\t\t<\/div><\/div><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihre Ges\u00e4nge geh\u00f6ren zu den eindruckvollsten, die die Tierwelt zu bieten hat: Man kann die Stimmen der Indris (Indri indri) kilometerweit durch den Wald schallen h\u00f6ren, und sie tragen eine eigent\u00fcmliche Traurigkeit mit sich. 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