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Häufig gestellte Fragen zu Nationalparks

Kann ich im Nationalpark alleine unterwegs sein?

Der Besuch eines Nationalparks ohne „local forest guide“ ist überall auf Madagaskar verboten – mit einer einzigen Ausnahme: Lokobe auf Nosy Be. Die lokalen Guides haben eine zweijährige Ausbildung absolviert und eine Lizenzierung durch MNP (Madagascar national parks). Wird man ohne Guide im Nationalpark aufgegriffen, kann dies neben Verweisen und Parkverboten teilweise sehr drastische Strafen nach sich ziehen.

 Woher bekomme ich einen Guide?

Jeder Nationalpark-Besucher muss sich im jeweiligen Office des Parks anmelden. Dort erhält man einen Guide zugewiesen. In fast allen Nationalparks wird ein Rotationssystem unter den Guides praktiziert, so dass jeder Guide regelmäßig zum Zuge kommt und keiner mehr Gäste betreut als ein anderer. Wer etwas Spezielles sehen möchte und daher einen Guide für bestimmte Tiere sucht, sollte sich frühzeitig mit der Parkleitung absprechen. Meist ist ein formeller Antrag notwendig, um einen bestimmten Guide zu buchen.

Was kostet ein Nationalpark-Besuch plus Guide?

Der Besuch eines Nationalparks kostet durchschnittlich für ein 3-Tages-Ticket rund 75-150.000 Ariary (etwa 25-50 €), in einigen Parks mehr. Dazu kommt der Stundenlohn des Guides, was noch einmal ab 25.000 Ariary (knapp 10 €) pro Stunde kostet. Spezialisierte, besonders fachkundige Guides können das drei- oder vierfache kosten, daher sollten die Tarife bereits im Voraus geklärt werden. Die Preise zwischen den einzelnen Nationalparks und einzelnen Guides können variieren und werden teils sehr kurzfristig angehoben. Zusätzlich sollte man ein Trinkgeld einrechnen, wenn der Guide sich um seine Gäste bemüht und die Führung gut gemacht hat.

 Wie nahe komme ich den Tieren? Kann ich Lemuren streicheln?

Wie nahe sie den Tieren kommen, hängt vom Wetter, der Jahreszeit und den individuellen Charakteren der Tiere selbst ab. Viele Tiere wie z.B. bestimmte Lemuren sind immer wieder in bestimmten Gegenden oder wie z.B. Reptilien zu bestimmten Jahreszeiten anzutreffen, eine Garantie für die Sichtung bestimmter Arten gibt es jedoch nicht. Mit etwas Glück und den richtigen Guides kann man an manche Lemuren auf wenige Meter herankommen, andere sieht man „nur“ in 20 Metern Entfernung. Das Anfassen und Füttern von insbesondere Lemuren ist in Nationalparks untersagt, um die einheimische Fauna zu schützen. Sie können jedoch sicher sein, dass das Erleben eines Tieres in seinem natürlichen Lebensraum, ganz ohne Barrieren, Gitter oder Gehege, stets eine einmalige und unglaubliche Erfahrung ist – egal ob das Tier zehn Meter oder nur zwei Meter entfernt ist. Manche Tiere auf Madagaskar sind so selten, dass sie in 50 Jahren vielleicht niemand mehr in freier Natur erleben wird. Dazu können Sie viele Tiere, wie z.B. Chamäleons oder Frösche, meist aus allernächster Nähe beobachten. Genießen Sie also Ihren Aufenthalt in dieser einzigartigen Natur in vollen Zügen!

Kann ich im Nationalpark außerhalb der üblichen Rundwege nach Tieren suchen?

Nein. Nur angemeldeten Personen mit Forschungsaufträgen sowie Guides ist es erlaubt, sich außerhalb der gekennzeichneten Rundwege aufzuhalten. In jedem Nationalpark stehen jedoch für Besucher verschiedene Trails zur Verfügung, die ein kilometerlanges Netz aus Wegen und Pfaden bilden. Selbst seltene Tiere lassen sich in diesen Bereichen in der Regel finden – es ist also gar nicht nötig, auf völlig unwegsamen neuen Wegen in den Park vorzudringen.

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